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Basis / Hotel
Auf meiner Fahrt von Perth in den nördlichen Teil des Bundesstaates Western Australia, legte ich einen Zwischenstopp in Leeman ein. Der Ort liegt ganz in der Nähe von
Cervantes und dem Numbung Nationalpark mit seinen bekannten Pinnacles. In dem kleinen Fischerdorf gibt es lediglich eine Tauchbasis, die sich „Beagle Island Diving“ nennt. Ihr Name leitet sich von der vor der Küste gelegenen gleichnamigen Insel ab, die für
zahlreichen Seelöwen bekannt ist. Und so ist es auch die Spezialität von Ian, dem Basisleiter, Tauchtouren zu dieser Insel anzubieten.
An einem Samstagmorgen war es soweit, wir brachen auf zu den Seelöwen. Doch kaum an der Pier angekommen mussten wir feststellen, dass einer der beiden Bootsmotoren
einfach nicht starten wollte. Mit halber Kraft war Beagle Island jedoch kaum innerhalb der zur Verfügung stehenden Zeit zu erreichen. Kurz entschlossen fuhren wir zu
den näher gelegenen Riffen vor der Küste. Unseren Seelöwen bekamen wir dennoch zu sehen und zwar noch bevor wir abgelegt hatten. Unter der Pier hielt sich eine
Seelöwendame versteckt und machte sich einen Spaß daraus, den angelnden Kindern die Fische vom Haken zu klauen. Die Rifftauchgänge waren trotz einer Dünung, die einer
Waschmaschine gleichkam, nicht schlecht. Riesige Schwärme von Glasfischen wogten um bizarr aussehende Felsformationen und ich habe selten mehr Langusten (Crayfish) und
Hummer auf einem Fleck gesehen als bei diesen beiden Tauchgängen.
Die Basis
Die „Basis“ besteht aus mehreren Ferienhäusern, die um einen kleinen Swimmingpool herum angeordnet sind und einer Garage, der eigentlichen Tauchbasis. Angenehm ist,
dass mit 12-Liter Stahlflaschen mit DIN Gewinde (!) getaucht wird.
Die Gästeappartements sind z. T. sehr einfach eingerichtet und einigermaßen sauber – man ist eben im australischen Busch. Aber die Preise sind absolut angemessen und
für ein paar Tage ist die Unterkunft ausreichend – schließlich hält man sich sowieso den ganzen Tag im Freien auf.
Fazit
Bei meiner nächsten Reise nach Westaustralien werde ich wohl wieder bei Ian vorbeifahren und die Tour zu den Seelöwen nachholen. Auch die Rifftauchgänge haben für mich
als Unterwasserfotograf einen Reiz. Das nächste Mal hoffe ich allerdings auf etwas ruhigere Bedingungen unter Wasser – sonst wird es mit dem Fotografieren schwierig.
Niels Feldmann
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