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Marsa Alam - Alexander the Great - September 2000

Autor:

Niels Feldmann

Reiseziel

Hotel Alexander the Great

Reisezeit:

08. - 15.09.2000

Reise-
veranstalter:

Volkert Touristik

Preis:

ca. DM 1450,- (p. Person im DZ mit HP)

Fluglinie:

Aero Lloyd

Hotel:

Das erst im Jahr 2000 eröffnete Hotel Alexander the Great liegt ca. 20 km nördlich von Marsa Alam. Neben dem Kahramana und dem Shams Alam ist es das dritte Hotel in dieser Region. Die Anlage erstreckt sich von der Überlandstraße bis zum Strand wobei derzeit aber nur die am Meer gelegene Hälfte fertiggestellt und in Betrieb genommen ist; von der Baustelle im vorderen Teil bekommt man als Gast glücklicherweise nichts mit. Nach endgültiger Fertigstellung wird es ca. 380 Zimmer, drei Restaurants, einen riesigen Süßwasserpool und auch sonst noch einigen Luxus geben. Bei Volkert wird das Alexander the Great mit 5 Sternen geführt, bei Neckermann hat es 4 Sterne, was auch eher der Realität entspricht. 

 

Personal:

Die Hotel-Mannschaft ist in der Regel sehr engagiert und ein  Teil der hier arbeitenden Ägypter ist noch recht unverdorben vom Tourismus. Zur Zeit unserer Anwesenheit waren gerade einmal gute 30 Zimmer belegt, wodurch eine nahezu familiäre Atmosphäre aufkam.

Als unangenehm empfanden wir die am Pool sowie bei Frühstück und Dinner deutlich zu laute Musik. Zum Frühstück gab es Techno-Musik, am Pool lief den ganzen Tag ein und dasselbe Band in erheblich zu hoher Lautstärke und zum Abendessen spielte eine Trio, an dem es auch eigentlich nichts auszusetzen gab - es hätte nur ein wenig leiser sein dürfen. Dies ist ein Punkt, den das Hotel mit Leichtigkeit abstellen kann. So sehr man die Ursprünglichkeit des Hotelpersonals begrüßen mag, so müssen die Mitarbeiter des Hauses doch noch lernen, daß nicht der eigene Spaß im Vordergrund steht, sondern der Komfort der Gäste.

 

Zimmer:

Die Zimmer sind sauber und gut ausgestattet (Air Condition, Fernseher, Sat-Telefon, Balkon od. Terrasse). Es wurden auch schöne Materialien verwendet, die aber wie meistens in Ägypten nicht so sauber verarbeitet sind, wie wir das gewohnt sind. 

 

Essen:

Die Vor- und Nachspeisen beim Abendessen waren ziemlich gut, die Hauptspeisen allerdings relativ fade. Auch das Frühstück war eher dünne; so gab es zwar eine Menge unterschiedlicher Brotsorten, jedoch nur eine Marmelade und einen Honig als Aufstrich. Früchte fehlten auf dem Frühstückstisch ganz, Orangensaft gab es nur als sehr süße Siruplösung und auch die Komponenten eines amerikanischen Breakfast konnten nicht recht überzeugen.

Tauchbasis:

Als die ersten Tauchgäste von Volkert in diesem Hotel hatten wir das Basisteam Frank, Aziza und "Malidini", der eigentlich Mohamed Akmaldany heißt und aus Marsa Alam stammt, für uns - und wir waren gerade einmal 3 Personen. Wehrmutstropfen dieser Situation war, daß wir jeden Tag zur nahegelegten Hermes Station fahren mußten. Sie diente als provisorische Basis, da es bezüglich der Tauchbasis im Hotel noch einige offene Fragen zu klären gab.

 

An den ersten beiden Tagen unternahm Maldini vier Landtauchgänge mit uns - gigantisch. Entlang der Küste nördlich von Marsa Alam fuhren wir mit dem einem Geländewagen zu unseren Tauchplätzen, an denen wir immer alleine waren. Diese Tauchgänge waren die besten der ganzen Woche. Napoleons, Schildkröten, Fledermausfische, Steinfische, Riffhaie und Barakudas legten die Meßlatte sehr hoch. An den darauffolgenden Tagen stand uns die ATLANTIK zur Verfügung, ein Boot der Volkert-Flotte, das ich bereits aus Safaga kannte. Maldini tat alles, um unseren Wünschen gerecht zu werden. Die umliegenden sechs "Abu Dabab" Riffe (manchmal hat man den Eindruck, daß alle Riffe dort unten "Abu Dabab" heißen) sowie das bekannte Elphinstone Reef waren unsere Ziele für den zweiten Teil der Woche. An letzterem Riff hatten wir recht ordentlichen Seegang, der uns insbesondere beim Einstieg ins Wasser ein paar Probleme bereitete. Dafür wurden wir mit einer Schule von ca. 30 Delfinen neben unserem Boot entschädigt. Der Tauchgang selbst bot uns außer einem Weißspitzenriffhai und einem Napoleon, der uns nahezu die ganze Zeit begleitete jedoch keine weiteren Besonderheiten. An den "Abu Dabab" Riffen waren wir in der Regel das einzige Boot. Es handelt sich hierbei um schöne, intakte Korallengärten mit den bekannten Bewohnern des Roten Meeres. Leider boten uns diese Riffe kein weiteres Großfischerlebnis, für Freunde von Korallengärten und der vielen kleinen Dinge, die es hier zu entdecken gibt, gab es aber so einiges zu entdecken. Des öfteren gab es kleine Höhlen und Gänge zu betauchen - und Maldini betauchte sie bestimmt alle mit uns.

 

Insgesamt haben wir eine erholsame Woche mit sehr schönen Tauchgängen verbracht. Das Team der Basis war sehr engagiert und insbesondere "Maldini" war eher ein toller Buddy als ein typischer Diveguide.

Umgebung:

Marsa Alam liegt ca. 300 Kilometer südlich von Hurghada und ist von der Wüste umgeben. Wenn man einmal nicht Tauchen möchte, kann man interessante Touren durch die Wüste unternehmen. Ob bei Nacht mit einer Erklärung des Sternenhimmels, zu den Überresten römischer Siedlungen oder zum Kamelmarkt nahe der Grenze zum Sudan die Red Sea Desert Adventures bieten jede Menge geführte Touren an. Wir waren lediglich eine Woche in Marsa Alam, sodaß wir leider keine Zeit fanden einen Ausflug in die Wüste zu unternehmen und können deshalb auch kein Urteil über die Qualität abgeben. Nach Aussage von Aziza von der Tauchbasis sollen die Touren aber sehr gut sein.

Fazit:

Wir hatten eine schöne Tauchwoche mit einer exklusiven Betreuung durch eine sehr nette Crew. Die oben erwähnten Kritikpunkte an dem Hotel sind meiner Ansicht nach Kinderkrankheiten, die hoffentlich bald überstanden sind. Ich würde noch einmal hinfahren.


Copyright © Tauchsport Center Arheilgen, letzte Aktualisierung:  Samstag, Mai 31, 2008

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