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Autor:
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Niels Feldmann
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Reiseziel:
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Holiday Inn Resort Safaga
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Reisezeit:
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24. - 31.10.1998
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Reise- veranstalter:
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Volkert Touristik
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Preis:
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ca. DM 1450,- (p. Person im DZ mit HP)
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Fluglinie:
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Shorouk Air
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Hotel:
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Untergebracht waren wir im Holiday Inn Resort in Safaga, einem Hotel mit guten 4 Sternen (****+). Dementsprechend gab es
auch an den Zimmern, dem Essen und dem Ambiente nichts auszusetzen. Die vorhandenen Sportangebote haben wir nicht genutzt, da wir tagsüber auf dem Wasser
waren und abends die Geselligkeit probten. Aber auch hier haben die Kellner den Betrag einer Rechnung, sobald sie über vier Getränke hinausging, geschätzt,
anstatt ihn auszurechnen.
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Tauchbasis:
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Wir hatten bereits von Deutschland aus ein Tauchpaket für 5 Tage mit 10 Bootstauchgängen bei der Tauchbasis des Safaga
Paradise gebucht. Die Basis verfügt über drei Tauchboote (VOLKERT I, VOLKERT II und MAXIM) sowie ein kleineres Schnorchelboot, mit denen die umliegenden
Riffe wie z. B. Panorama Reef, Middle Reef, Tobia Hamra usw. angefahren werden. Auf den beiden erstgenannten Booten wurden jeweils 25-30 Taucher
befördert, auf der MAXIM (auf der wir unterwegs waren) glücklicherweise maximal 16 Taucher. Positiv ist zu vermerken, daß die Abfahrt bereits um 8:30
erfolgt, also ca. eine halbe Stunde bevor die Boote der meisten anderen Basen ablegen. Doch bevor es aufs Boot geht, steht für jeden der obligatorische
Check-Dive an; und zwar wirklich für jeden. Man kann darüber streiten, ob ein Tauchlehrer mit diversen Log-Büchern voll Tauchgängen und so ziemlich allen
erdenklichen Brevets der unterschiedlichen Verbände zeigen muß, wie eine Maske auszublasen ist. Immerhin bekam man dafür den Rest des Tauchgangs geschenkt
und konnte das Hausriff erkunden. Dieses ist für ein Hausriff ganz ansehlich und so haben wir gleich beim ersten Tauchgang eine Schildkröte - wenn auch
eine fast blinde, wie wir erfahren haben - zu Gesicht bekommen. Unser Diveguide auf dem Boot gab an jedem Riff eine Einweisung in mögliche Routen,
Strömungsgefahren und die besten Plätze. Für diejenigen unter uns, die zum erstem Mal in Safaga waren, war dies eine ganz gute Orientierung. Ein
Verbesserungsvorschlag wäre, die Taucher, die die Riffe schon kennen, auch vor Beendigung des Briefings ins Wasser zu lassen und sie nicht bis zum Ende der
Einweisung warten zu lassen. Ferner wäre es wünschenswert einen Diveguide an Bord zu haben, der über etwas tiefere Kenntnisse von Flora und Fauna des Roten
Meeres verfügt und dem man die Begeisterung für das Tauchen und die Unterwasserwelt auch anmerken kann. Denn gerade die kleinen Dinge im Meer sind es, die
diesen Lebensraum so faszinierend machen. Wer achtet schon vor lauter Napoleons, Barakudas und Blaupunktrochen auf den nur wenige Zentimeter großen,
blinden Krebs am Boden, der in Symbiose mit einer Grundel lebt, für die er Höhlen in den Sand gräbt und im Gegenzug von ihr bewacht wird oder die
pulsierenden Bewegungen der Anemonen. Aber zum Glück hatten wir ja unseren Ernst dabei, der als Aquarianer nicht nur sämtliche lateinischen Fischnamen
beherrschte sondern uns auf eben jene kleinen Tiere oder interessanten Verhaltensweisen aufmerksam machte.
Generell haben wir das Gefühl der großen Taucherfamilie an Bord und auf der Basis nicht erleben
können.
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Umgebung:
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Safaga liegt ca. 50-60 Kilometer südlich von Hurghada und ist von der Wüste umgeben. Es werden diverse Ausflüge zu den
kulturellen und landschaftlichen Höhepunkten in Luxor und am Nil (Nilkreuzfahrten) angeboten. Da wir nur eine Woche in Ägypten waren haben wir allerdings
keines der Angebote wahrgenommen. Wer in Safaga ist, sollte sich unbedingt eine Fahrt nach Hurghada vornehmen. Hierzu nimmt man sich eines jener
Privattaxis, mit denen der Preis zunächst ausgehandelt werden muß. Wenn man schließlich in einem Wagen auf dem Tank sitzt, dessen Baujahr kaum zu bestimmen
ist und das bereits mehrere hunderttausend Kilometer hinter sich gebracht hat, sich vom Benzinduft betören läßt und mit über 100 Stundenkilometer auf der
Landstraße zwischen zwei Reisebussen hindurchfährt, der weiß, daß er in Ägypten ist. Ein Besuch beim Juwelier Sammy, der ein weites Sortiment an
Tauchschmuck zu bieten hat, ist fast schon obligatorisch für jeden Taucher.
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Fazit:
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Ägypten scheint sich von dem Anschlag im November 1997 touristisch weitgehend erholt zu haben und so nimmt die Anzahl der
Touristen wieder stark zu. Frühes buchen erscheint in Zukunft wieder ratsam. Wer nicht unbedingt Tauchen pur erleben will, abends auch mal den einen ober
anderen Ausflug unternehmen möchte oder mit Kindern unterwegs ist, kann hier einen schönen Urlaub verbringen. Derjenige, der auf den Spuren eines Hans Hass
oder Jaques Cousteau wandeln und die Natur in ihrer Ursprünglichkeit erleben möchte, sollte allerdings die abgeschiedeneren Regionen aufsuchen, sei es mit
einem Safariboot oder die weniger frequentierten Gebiete im Süden Ägyptens (El Quesir bis Marsa Alam). Im Jahr 1999 werden wir aus diesem Grund eine Woche
mit dem Boot unterwegs sein.
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